Sonntag, 12. Januar 2020

Ching – Das Geheimnis des schwarzen Schwertes (1970)

Alternativtitel: Ching – Das Geheimnis des blutigen Schwerts · Englischer Titel: The Darkest Sword · Regie: Lung Chien · Drehbuch: Ge Tien · Musik: Eddie Wang · Kamera: Wan Wen Liao.

Sobald der alte Meister mit dem Schmieden des Schwarzen Schwertes fertig ist, wird es ihm von seinem fiesen Schüler Ching (Yi Yuan) geklaut. Der fühlt sich mit der mächtigen Waffe unbesiegbar. Doch der alte Meister ruft Ching eine Warnung nach, als er zum Unheilstiften in die Welt hinauszieht: Noch mächtiger als das Schwarze Schwert ist das Goldene Schwert. Dieses werde eines Tages Chings Untergang sein.

Ching verbündet sich mit Jiang und seinen Kämpfern. Sie planen, den Tempel eines rivalisierenden Kampfkunst-Klans zu attackieren, und Ching bereitet die Aussicht auf Blutvergießen Freude. Als immer mehr Kämpferinnen und Kämpfer des Tempels Ching und seinem Schwert zum Opfer fallen, macht Siu Chen (Chang Ching Ching) sich auf die Suche nach Kuan, dem Champion des Klans. Sie trifft ihn bei der Wildhuhnjagd an und kehrt mit ihm zurück.

Es ist aber noch kein Aufatmen angesagt. Zurück im Tempel, wird Kuan von Tengo zum Duell gefordert. Der rivalisiert mit Kuan um Siu Chens Gunst. Kuan will nicht gegen einen Klan-Bruder kämpfen, muss sich aber notgedrungen verteidigen und verstümmelt Tengo unwillentlich. Der wutentbrannte Klan-Patriarch, Siu Chens Vater, verurteilt Kuan zum Tode. Siu Chens Mutter ist weitsichtiger als ihr Mann und befreit den besten Kämpfer des Klans heimlich aus dem Kerker.

Aber Kuan hat der unglückliche Kampf gegen Tengo so erschüttert, dass er schwört, der Kampfkunst für immer zu entsagen. Als er sein Schwert zerbricht, steht ihm plötzlich Ching gegenüber ...

Die simple, aber effektive Story hätte das Zeug, Ching zu einem soliden Wuxia-Filmchen zu machen. Leider stammt der in Taiwan entstandene Streifen aus der Zeit, in der Martial-Arts-Flicks am Fließband produziert wurden. Um das Budget möglichst niedrig zu halten, wurden für die Kampfszenen anstelle von aufwändiger Akrobatik Schnitte eingesetzt. Das wäre an sich nicht schlimm, wenn es denn gut gemacht wäre. Leider sieht das Ergebnis alles andere als überzeugend aus, und die wackelige Kameraarbeit gibt der Sache den Rest.

Während die Auseinandersetzungen in Siu Chens Klan noch einigermaßen zu interessieren vermögen, geht dem Film, sobald es zum Kampf kommt, regelmäßig die Luft aus. Nach einer Weile wird dann auch die restliche Handlung immer dünner und zieht sich immer mehr. Als dann endlich das zu Beginn versprochene Goldene Schwert auftaucht, ist meine Geduld schon längst am Ende.

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Foto-Disclaimer

Das Foto im Blog-Header wurde freundlicherweise von Sandra Rugina zur Verfügung gestellt. Es zeigt den Bâlea-See in den rumänischen Karpaten. Alle Rechte liegen bei der Autorin.