Montag, 13. Januar 2020

The Flying Guillotine (1975)

Regie: Ho Meng-hua · Drehbuch: I Kuang · Musik: Wang Fu-ling · Kamera: Tsao Hui-chi · Schnitt: Chiang Hsing-lung.

Die Qing-Dynastie konsolidiert ihre Macht über China. Kaiser Yongzheng (Chiang Yang) herrscht mit eiserner Faust. Beamte und Gelehrte, die es wagen, dem Kaiser zu widersprechen, werden ausnahmslos hingerichtet. Aber die öffentlichen Hinrichtungen stacheln die Wut auf Yongzhengs Regime immer weiter an. Der Kaiser beauftragt deshalb Xin Kang (Ku Feng), eine Waffe zu erfinden, mit der sich unbequeme Würdenträger unauffällig beseitigen lassen.

In den Straßen der Hauptstadt beobachtet Xin Kang Akrobat_innen, die Teller auf Stäben kreisen lassen und Tricks mit dem Diabolo vorführen. Das bringt ihn auf die Idee der fliegenden Guillotine, mit der man einen Menschen aus 30 Meter Entfernung köpfen kann. Dem Kaiser gefällt die Idee. Er befiehlt die Aufstellung einer Elitetruppe von zwölf Attentätern, die an der fliegenden Guillotine ausgebildet werden.

Die zwölf Rekruten werden im Palast untergebracht, wo sie allen Komfort genießen. Sie ahnen nicht, dass einer der ihren, der linientreue Ah Kun (Frankie Wei), sie im Auftrag des Kaisers bespitzelt. Kaum ist das Training abgeschlossen, beginnen die heimlichen Anschläge.

Den Attentätern entgeht nicht, dass die meisten ihrer Opfer integre Persönlichkeiten sind. Bei einigen von ihnen regt sich das Gewissen. Als Luo Peng (Lin Wei-tu) bei der Ausführung eines Attentats Skrupel zeigt, ergeht der Befehl an die anderen, ihn zu töten.

Ma Teng (Chen Kuan-tai) hat genug von dem blutigen Handwerk und flieht mit Hilfe der Straßenmusikerin Yu Ping (Liu Wu-chi) aus der Hauptstadt. Der Kaiser setzt Ah Kun auf ihn an, und eine gnadenlose Verfolgungsjagd beginnt.

Bedenkt man, wie campy die Idee ist, die diesem Film unterliegt, handelt es sich um ein erstaunlich ernsthaftes Werk. Schließlich geht es darum, wie Menschen in ein despotisches Herrschaftssystem kooptiert werden und dagegen aufbegehren. Die Welle von Fortsetzungen, die The Flying Guillotine auslöste, spielt dann natürlich voll und ganz den Aspekt der Campiness aus, aber dieser erste Teil gibt sich noch als hohe Tragödie. Das macht ihn auf eine ganz andere Weise interessant.

Ho Meng-hua, einer der fleißigsten Regisseure der Shaw Brothers, hat hier gute Arbeit geleistet. Chiang Yang überzeugt als fieser Kaiser, und Liu Wu-chi als Straßenmusikerin ist eine Augenweide.

Die sagenhafte Waffe soll es übrigens zur Zeit Kaiser Yongzhengs wirklich gegeben haben. Allerdings weiß niemand, wie sie funktionierte – oder ob überhaupt.

Sonntag, 12. Januar 2020

Ching – Das Geheimnis des schwarzen Schwertes (1970)

Alternativtitel: Ching – Das Geheimnis des blutigen Schwerts · Englischer Titel: The Darkest Sword · Regie: Lung Chien · Drehbuch: Ge Tien · Musik: Eddie Wang · Kamera: Wan Wen Liao.

Sobald der alte Meister mit dem Schmieden des Schwarzen Schwertes fertig ist, wird es ihm von seinem fiesen Schüler Ching (Yi Yuan) geklaut. Der fühlt sich mit der mächtigen Waffe unbesiegbar. Doch der alte Meister ruft Ching eine Warnung nach, als er zum Unheilstiften in die Welt hinauszieht: Noch mächtiger als das Schwarze Schwert ist das Goldene Schwert. Dieses werde eines Tages Chings Untergang sein.

Ching verbündet sich mit Jiang und seinen Kämpfern. Sie planen, den Tempel eines rivalisierenden Kampfkunst-Klans zu attackieren, und Ching bereitet die Aussicht auf Blutvergießen Freude. Als immer mehr Kämpferinnen und Kämpfer des Tempels Ching und seinem Schwert zum Opfer fallen, macht Siu Chen (Chang Ching Ching) sich auf die Suche nach Kuan, dem Champion des Klans. Sie trifft ihn bei der Wildhuhnjagd an und kehrt mit ihm zurück.

Es ist aber noch kein Aufatmen angesagt. Zurück im Tempel, wird Kuan von Tengo zum Duell gefordert. Der rivalisiert mit Kuan um Siu Chens Gunst. Kuan will nicht gegen einen Klan-Bruder kämpfen, muss sich aber notgedrungen verteidigen und verstümmelt Tengo unwillentlich. Der wutentbrannte Klan-Patriarch, Siu Chens Vater, verurteilt Kuan zum Tode. Siu Chens Mutter ist weitsichtiger als ihr Mann und befreit den besten Kämpfer des Klans heimlich aus dem Kerker.

Aber Kuan hat der unglückliche Kampf gegen Tengo so erschüttert, dass er schwört, der Kampfkunst für immer zu entsagen. Als er sein Schwert zerbricht, steht ihm plötzlich Ching gegenüber ...

Die simple, aber effektive Story hätte das Zeug, Ching zu einem soliden Wuxia-Filmchen zu machen. Leider stammt der in Taiwan entstandene Streifen aus der Zeit, in der Martial-Arts-Flicks am Fließband produziert wurden. Um das Budget möglichst niedrig zu halten, wurden für die Kampfszenen anstelle von aufwändiger Akrobatik Schnitte eingesetzt. Das wäre an sich nicht schlimm, wenn es denn gut gemacht wäre. Leider sieht das Ergebnis alles andere als überzeugend aus, und die wackelige Kameraarbeit gibt der Sache den Rest.

Während die Auseinandersetzungen in Siu Chens Klan noch einigermaßen zu interessieren vermögen, geht dem Film, sobald es zum Kampf kommt, regelmäßig die Luft aus. Nach einer Weile wird dann auch die restliche Handlung immer dünner und zieht sich immer mehr. Als dann endlich das zu Beginn versprochene Goldene Schwert auftaucht, ist meine Geduld schon längst am Ende.

Freitag, 10. Januar 2020

Little Dragon Maiden (1983)

Alternativtitel: The Brave Archer 5 · Regie: Shan Hua · Drehbuch: Ning Tan, Tsai Nai-pin · Musik: Chin Yung Shing, Su Chen-hou · Kamera: Nico Wong · Schnitt: Chiang Hsing-lung, Henry Cheung.

Little Dragon Maiden benutzt den zweiten Band von Jin Yongs Trilogie Legends of the Condor Heroes als Ausgangsmaterial. Als Verfilmung eines bekannten (wenn nicht des bekanntesten überhaupt) Wuxia-Romanzyklus ist zu bedenken, dass dem anvisierten Publikum des Films die Figuren bereits bekannt sind. Kennt man die Trilogie nicht, ist es schwierig, in die Filmhandlung einzusteigen. Ich gebe deshalb im Folgenden einige Informationen, die der Film nur in Form von Flashbacks oder Hinweisen in den Dialogen präsentiert.

Die beiden Kämpfer Guo Jing (Chen Kuan-tai) und Yang Kang (Leslie Cheung) sind Schwurbrüder. Kang verrät ihren Bund jedoch und wendet sich gegen Jing. Jing und seine Frau Huang Rong (Leanne Liu) besiegen Kang in einem Duell, das mit seinem Tod endet.

Little Dragon Maiden setzt damit ein, dass Kangs Sohn Yang Guo (ebenfalls Leslie Cheung) krank und hungrig als Bettler durch die Lande irrt. Wie sein Vater starb, weiß er nicht. Er begegnet dem wahnsinnigen Kung-Fu-Meister Ouyang Feng (Lo Lieh), der ihm einige Bewegungen seiner exzentrischen Kröten-Kampfkunst beibringt. Eines Tages läuft er Guo Jing und Huang Rong über den Weg, die ihn als den Sohn ihres zum Feind gewordenen Freundes erkennen. Sie nehmen Yang Guo in ihr Haus auf und pflegen ihn gesund.

Damit der Junge eine ordentliche Kung-Fu-Ausbildung erhält, beschließt Guo Jing, ihn als Schüler in das daoistische Quanzhen-Kloster auf dem Berg Zhongnan zu geben. Bei der Ankunft im Kloster wird Guo Jing von zweien der dortigen Kampfkunstlehrer, Meister Zhao (Wong Lik) und Meister Yin (Hung San-nam) angepöbelt und beleidigt. Als gleich darauf der mongolische Fürst Huodu (Ku Kuan-chung) mit seinen Kämpfern das Kloster angreift, vermag Guo Jing als einziger, den Mongolen Paroli zu bieten. Zhao und Yin werden für ihr Verhalten vom Abt getadelt und fühlen sich gedemütigt.

Yang Guo wird Meister Zhao als Schüler zugeteilt. Der lässt seine Wut gnadenlos an dem Jüngling aus. Die rüpeligen Mönche merken, dass Yang Guo eine Zielscheibe ist, und haben ihren Spaß daran, ihn beim Training regelmäßig zu verprügeln.

Ebenfalls auf dem Zhongnan-Berg befindet sich eine Höhle, in der ein weiterer Kampfkunst-Klan, die Sekte des Alten Grabes, ihren Sitz hat. Die Sekte des Alten Grabes nimmt nur Frauen auf und legt großen Wert auf die Wahrung ihrer Geheimnisse. Den Mönchen ist es verboten, sich der Höhle zu nähern.

Bei einem Schaukampf wehrt Yang Guo sich mit Hilfe des Kröten-Kung-Fu gegen die übertriebenen Attacken der Mönche. Er flieht aus dem Kloster und betritt unwissentlich die Höhle der Sekte des Alten Grabes. Drachenmädchen (Mary Jean Reimer), die Meisterin der Sekte, bricht mit der Tradition und nimmt Yang Guo als Schüler an. Während sie Yang Guo in die Geheimnisse des Jungfrauen-Kung-Fu einweiht, verlieben sich die beiden jungen Menschen.

Yang Guos erster Meister, der wahnsinnige Ouyang Feng, kommt Yang Guo besuchen. Er erlaubt sich einen üblen Scherz mit Drachenmädchen, indem er sie vorübergehend lähmt. Meister Yin aus dem Quanzhen-Kloster nutzt Drachenmädchens Hilflosigkeit aus und vergewaltigt sie. Drachenmädchen hält irrtümlich Yang Guo für den Täter. Die beiden trennen sich und ziehen in die Welt hinaus.

Im Haus Guo Jings und Huang Rongs findet eine Versammlung der Wulin statt. Die Kämpferinnen und Kämpfer wollen einen gemeinsamen Anführer wählen, um im Fall einer mongolischen Invasion vereint zuschlagen zu können. Drachenmädchen und Yang Guo treffen unabhängig voneinander auf der Versammlung ein und versöhnen sich.

Auch Fürst Huodu taucht auf der Versammlung auf. Er will durchsetzen, dass sein Meister, der buddhistische Mönch Jinlun (Lung Tien-hsiang) zum Anführer gewählt wird. Um seinen Argumenten Nachdruck zu verleihen, hat er den bärenstarken Kämpfer Da’erba (Eddy Ko Hung) mitgebracht. Die Versammlung entscheidet sich jedoch für Huang Rongs Vater Huang Yaoshi (Chan Lau) als Anführer. Als Huodu und Da’erba daraufhin versuchen, ihr Ziel mit Gewalt durchzusetzen, werden sie von Yang Guo und Drachenmädchen besiegt.

Die Kämpferinnen und Kämpfer lassen die beiden zunächst hochleben. Als jedoch deutlich wird, dass Yang Guo eigenmächtig die Schule gewechselt hat und zudem unverheiratet mit seiner Meisterin zusammenlebt, wird Missbilligung laut. Yang Guo und Drachenmädchen müssen sich nun entscheiden: Wollen sie weiter zusammen ihren Weg gehen und aus der Wulin verbannt werden, oder geben sie ihre Liebe auf? Zudem muss Yang Guo herausfinden, warum sein Vater getötet wurde, und Drachenmädchen an ihrem Vergewaltiger Rache üben. Und auch der Zorn Huodus und seines Meisters Jinlun auf das junge Paar ist groß ...

Zu Legends of the Condor Heroes sind Dutzende von Filmen und Fernsehserien entstanden, die sich einzelner Teile der Romantrilogie annehmen. Darüber hinaus hatte sie aber auch prägenden Einfluss auf das gesamte Wuxia-Genre. Figuren und Gruppen aus Jin Yongs Werk tauchen in zahlreichen Filmen auf, teilweise in recht eigenständigen Interpretationen. So ist Ashes of Time eine Art Film-Prequel der Romantrilogie. In Wong Kar-wais Film spielt Leslie Cheung eine jugendliche Version von Ouyang Feng, der in Little Dragon Maiden als verrückter alter Lehrer von Leslie Cheungs Figur auftritt.

Als Einstieg in Jin Yongs Trilogie und ihre Adaptationen eignet sich Little Dragon Maiden aber nicht gerade. Der Film setzt in medias res ein und verlässt sich darauf, dass das Publikum die Figuren und ihre Schicksale in Grundzügen bereits kennt.

Bevor Little Dragon Maiden entstand, hatten die Shaw Brothers mit The Brave Archer 1–3 bereits eine Reihe von Filmen produziert, die den ersten Band der Romantrilogie abdecken. Ein vierter Teil, der bereits in den zweiten Band hinüber führt, wurde 1982 mit The Brave Archer and His Mate fertiggestellt. Da ist es etwas überraschend, dass das gleiche Studio schon im Jahr darauf mit Little Dragon Maiden einen Streifen veröffentlicht, der die in The Brave Archer and His Mate abgedeckte Handlung noch einmal erzählt.

Aufgrund dieser zeitlichen Nähe wird Little Dragon Maiden oft als fünfter Teil der Brave-Archer-Reihe betrachtet. Das ist aber unzutreffend. Little Dragon Maiden ist eine neue Interpretation der gleichen Geschichte, die allerdings etwas komplizierter daherkommt, weil anders als bei der vierteiligen Filmreihe der Anfang nicht explizit erzählt wird.

Regisseur Shan Huas Film ist aufgrund seiner Special Effects, vor allem im Bereich Make-up und Creature Design, mit viel Häme übergossen worden. Ich halte das für nicht gerechtfertigt. Es gilt zu bedenken, dass mit dem Cinefex Workshop das erste richtige Special-Effects-Studio der Hongkonger Filmindustrie erst 1986 gegründet wurde. Vorher mussten ungewöhnliche Masken und Requisiten vom Filmteam selber gestaltet werden.

So kommt es, dass der riesige Adler, der dem Helden Yang Guo in einigen Szenen als übernatürlicher Helfer zur Seite steht, eher wie ein menschengroßes, etwas zerrupftes Huhn aussieht. Aber was macht das schon, angesichts des Wissens, dass das Adlerkostüm in liebevoller Handarbeit gebastelt wurde? Filme wie Little Dragon Maiden schaut man sich nicht an, weil man hyperrealistische Effekte erwartet, sondern weil man das Vollkommene im Unvollkommenen schätzt.

Dienstag, 7. Januar 2020

The Thousand Faces of Dunjia (2017)

Regie: Yuen Woo-ping · Drehbuch: Tsui Hark · Kamera: Sung Fai Choi.

Der Wuyi-Klan existiert seit der Zeit des ersten Kaisers. Seine Aufgabe? Die Menschheit vor Aliens zu schützen, die im Verborgenen unter uns weilen. Die leben meistens friedlich in Menschengestalt irgendwo, wo niemand etwas von ihrer wahren Identität ahnt. Doch hin und wieder gibt es Aliens, die es einfach nicht lassen können mit dem Versuch, die Erde ihrer Herrschaft zu unterwerfen. Wie man sieht, sind die Wuyi die Men in Black des alten China. Sie verfügen sogar über ein magisches Mittel, mit dem sie das Gedächtnis von Menschen löschen können, die unheimliche Begegnungen der dritten Art hatten.

Zwei mächtige feindselige Aliens, Rotes Auge und Weißer Tiger, schließen sich zusammen, um den Weltenzerstörer, eine uralte Waffe, in ihre Klauen bzw. Tentakel zu bekommen. Großer Bruder von den Wuyi (Tai-Ke-Rockmusiker Wu Bai) reist nach Luoyang, um vor ihnen seine Hände auf den Weltenzerstörer zu legen. Er ruft die Oberhäupter von fünf weiteren Kampfkunst-Klans zusammen. Die müssen ihre Macht vereinen, um den magischen Behälter der Waffe öffnen zu können. Doch Großer Bruder ahnt nicht, dass eines der fünf Oberhäupter Rotes Auge in Menschengestalt ist ...

Getarnt als blinder Medizinstudent begibt sich Zhuge von den Wuyi (Da Peng) in das Shingji-Sanatorium. Seine hellseherischen Kräfte haben ihm verraten, dass sich unter den »unheilbaren Fällen« des Sanatoriums das Mädchen Kreis (Dongyung Zhou) befinden soll, das zur neuen Anführerin der Wuyi auserkoren ist. Zu Zhuges Überraschung stellt sich heraus, dass Kreis, die unter Gedächtnisverlust leidet, selbst ein Alien ist.

Als frischgebackener Wachtmeister tritt Dao (Aarif Rahman) seinen Dienst bei der Polizei von Kaifeng an. Gleich sein erster Ermittlungseinsatz konfrontiert ihn mit einem amoklaufenden Außerirdischen. Bei der Verfolgung des Aliens kommt es zu einer widerwilligen Zusammenarbeit mit Libelle von den Wuyi (Ni Ni). Als Dao bei einem weiteren Kampf mit einem Alien, und zwar mit Weißer Tiger persönlich, schwer verwundet wird, muss die toughe und sarkastische Libelle ihn wohl oder übel in ihre Obhut nehmen.

Der Plot von Yuen Woo-pings Film ist selbst für Wuxia-Verhältnisse außergewöhnlich verwirrend. Er springt nicht nur beständig zwischen diesen drei Handlungssträngen hin und her, das Verständnis wird auch dadurch erschwert, dass die Wuyi auf magische Weise ihr Äußeres verändern können. Diese Transformationen werden nicht immer im Bild gezeigt. Andernfalls würde man es dem Publikum ja auch allzu leicht machen.

Nicht allzu überraschend erweist The Thousand Faces sich als quietschbuntes CGI-Spektakel. Was in diesem Fall aber gar nicht so verkehrt ist. Es werden alle Möglichkeiten genutzt, um schön weird aussehende Aliens zu gestalten, die farbenprächtige Metamorphosen durchmachen.

Wobei, Aliens. Rotes Auge und Weißer Tiger erinnern von ihren Namen her verdächtig an zwei der Vier Glückbringenden Tiere der chinesischen Mythologie. Und Kreis’ Alien-Gestalt weist (zumindest in meinen Augen) Ähnlichkeit mit dem Fenghuang auf, der im Westen manchmal als chinesischer Phoenix bezeichnet wird. Mit anderen Worten: Es handelt sich eher um überirdische als um außerirdische Wesen. Tatsächlich haben sie auch keinerlei Ähnlichkeit mit Aliens, wie wir sie aus westlichen SF-Filmen kennen.

Das ist eine Stärke des Films. Das Vorbild der MiB ist zwar unverkennbar, aber es wird keineswegs versucht, einen Spoof mit halblustigen Anspielungen zu produzieren. Drehbuchautor Tsui Hark (dessen Handschrift deutlich zu erkennen ist) spielt einfach die Idee durch, wie es wohl wäre, wenn eine Geheimgesellschaft im alten China die Menschheit vor Kontakten mit unheimlichen Wesen in ihrer Mitte zu bewahren versuchte – und wie solche Wesen wohl beschaffen sein könnten.

The Thousand Faces of Dunjia kann sich ruhig mal ansehen, wer verzweigte Plots mit einer hohen Zahl an Figuren als genretypische Herausforderung begreift. Man wird auf einen sympathischen, humorvollen Film stoßen.

Sonntag, 5. Januar 2020

Der Krieger des Kaisers (1989)

Alternativtitel: Dynasty Warrior / Chin, der Krieger aus dem Jenseits · Englischer Titel: Fight and Love with a Terracotta Warrior · Regie: Ching Siu-tung · Drehbuch: Pik Wah Li · Musik: Romeo Díaz, Joseph Koo, James Wong · Kamera: Lee San-yip, Peter Pau · Schnitt: Marco Mak.

Diesen Film habe ich vor Ewigkeiten im Fernsehen gesehen, völlig vergessen und nun zur Auffrischung noch einmal gestreamt. Einen sonderlich bleibenden Eindruck hat er bei mir also nicht hinterlassen (aus Gründen). Aber zunächst zur Handlung.

Der Offizier Meng Tian Fang (Zhang Yimou in einer seltenen Hauptrolle) beaufsichtigt die Arbeiten am Mausoleum des Reichsgründers Qin Shi Huangdi (Lu Shuming). Als er Gelegenheit hat, den Ersten Kaiser vor einem Attentat zu retten, wird er von Shi Huangdi zum General befördert und in den Palast versetzt.

Shi Huangdis Regime ist von Zwangsarbeit, Kollektivstrafen und Bücherverbrennungen geprägt. Tian Fang kann das innerlich nicht gut heißen, ist aber viel zu loyal, um gegen den Kaiser aufzubegehren.

Shi Huangdi versammelt die Alchimisten des Reiches und beauftragt sie, das Elixier der Unsterblichkeit herzustellen. Ein Versagen hat die unverzügliche Hinrichtung zur Folge Am Ende ist nur noch ein Alchimist übrig. Der versichert dem Kaiser, das Elixier sei auf der sagenhaften Insel Penglai im östlichen Meer zu finden. Der Kaiser befiehlt, eine Expedition zur See auszurüsten, an der 500 junge Frauen aus dem ganzen Reich teilnehmen sollen.

Tian Fang fällt die Aufgabe zu, die Frauen, darunter die schöne Dong’er (Gong Li), zum Palast zu bringen. Als Dong’er sich aus Verzweiflung selbst töten will, verliebt Tian Fang sich in sie und weckt ihren Lebenswillen.

Dem Alchimisten ist es unterdessen gelungen, in seinem Labor eine einzige Pille des Elixiers der Unsterblichkeit herzustellen. Die Pille schenkt er Dong’er, bevor er (in der Absicht, nie zurück zu kehren) mit den anderen 499 Frauen heimlich in See sticht.* Der Kaiser lässt seine Wut an dem Liebespaar Dong’er und Tian Fang aus. Bevor Dong’er bei lebendigem Leib verbrannt wird, lässt sie Tian Fang mit einem Kuss die Unsterblichkeitspille zukommen.

Für Tian Fang hat Shi Huangdi sich eine besonders exquisite Strafe ausgedacht: Er wird mit Ton übergossen und der Armee von Terrakotta-Soldaten im Grabmal des Kaisers beigesellt. Der Despot ahnt natürlich nicht, dass Tian Fang unsterblich geworden ist und im Grab die Millennien überdauert.

Über 2000 Jahre später, in der Republik China der späten 1930er, dreht ein Filmteam einen patriotischen Schmachtfetzen über den Krieg gegen Japan. Mit dabei ist Filmsternchen Lili Chu (ebenfalls Gong Li), die reinkarnierte Dong’er. Zu ihrer Enttäuschung hat der Regisseur (Wu Tianming, im echten Leben eine Regielegende des chinesischen Kinos) für sie nur eine Nebenrolle vorgesehen. Die Dreharbeiten sind aber nur ein Vorwand, denn in Wirklichkeit suchen der Regisseur und sein charismatischer Hauptdarsteller Bai Yun Fei (Yu Rongguang) nach dem Mausoleum des ersten Kaisers. Die wertvollen Grabbeigaben wollen sie an den Meistbietenden verkaufen – entweder an das Britische Museum oder die japanische Besatzungsmacht.

Während Bai und der Regisseur sich vergeblich abmühen, stolpert Lili prompt über die monumentale Grabanlage. Damit erweckt sie Tian Fang aus seinem jahrtausendelangen Schlaf. Der Krieger befreit sich von seiner Terrakotta-Ummantelung und erkennt in Lili die Reinkarnation seiner Geliebten.

Weit mehr als die Tatsache, dass er in einer Welt der Automobile und Flugzeuge erwacht ist, beschäftigt Tian Fang die Tatsache, dass sein Kaiser es nicht geschafft hat, die Unsterblichkeit zu erlangen. Auch dass Lili sich charakterlich doch sehr von Dong’er unterscheidet, macht ihm zunächst zu schaffen. Um so trotziger hält er an seinem ritterlichen Ethos fest. Die Konfrontation mit dem schurkischen Bai bleibt nicht aus.

Der Krieger des Kaisers hat Potential, das aber nicht so recht zum Tragen kommt. Das mag vor allem daran liegen, dass der Film für die in Deutschland zu sehende Fassung um eine halbe Stunde gekürzt wurde. Das 145 Minuten lange Original habe ich leider nicht gesehen. Zhang Yimou, der sich in der Zeit der Qin-Dynastie noch gut macht, wirkt in dem in der Moderne spielenden Teil des Films eher deplatziert. Es fehlt ihm an komödiantischem Talent. Gong Li dagegen spielt die völlig gegensätzlichen Figuren Dong’er und Lili ganz hervorragend.

Interessant ist Der Krieger des Kaisers vor allem deshalb, weil er in starkem Kontrast zu der Darstellung Qin Shi Huangdis in Zhang Yimous eigener, 13 Jahre später entstandener Regiearbeit Hero steht. Je nach historischem Interesse gilt der Erste Kaiser als größenwahnsinniger Despot oder als »benevolent dictator«, der das harte, aber notwendige Werk der Einigung Chinas vollbrachte.

In der Geschichtsschreibung der Volksrepublik China etwa lehnte man Shi Huangdi zunächst ab – im kleinen Kreis aber prahlte Mao damit, den Ersten Kaiser an Rücksichtslosigkeit noch übertroffen zu haben. Zu Beginn der achtziger Jahre änderte sich plötzlich auch die öffentliche Darstellung Shi Huangdis. Sein Projekt der Reichseinigung galt nun als Kampf gegen die reaktionären Elemente in der Gesellschaft und als Überwindung des Feudalismus.

In Der Krieger des Kaisers (einer Hongkong-Produktion) ist Shi Huangdi jedenfalls ein grausamer und paranoider Gewaltherrscher. Der Film beruht auf einem Roman der Schriftstellerin Lilian Lee,** ebenfalls aus Hongkong, der aber bislang nicht übersetzt wurde. Übrigens ebensowenig wie weitere für Wuxia- und Xianxia-Fans interessante Romane aus ihrer Feder. Jetzt wüsste ich zwar gerne, wie sich die historisch-ideologische Rezeption Shi Huangdis in Hongkong und der Volksrepublik unterscheidet, bin bei diesem Thema aber völlig unbeleckt.

Abgesehen davon: So lange hierzulande die vollständigen 145 Minuten Film nicht zu sehen sind, ist Der Krieger des Kaisers ein Werk, das hätte sein können. Es bleiben Gong Lis schauspielerische Leistung und einige Szenen, die Lust auf mehr machen (die Szene im Labor des Alchimisten mit ihrem eindrucksvollen Filmset z.B.).

Ein arger Patzer ist der deutsche Alternativtitel Chin, der Krieger aus dem Jenseits. Erstens kommt Tian Fang nicht aus dem Jenseits, sondern aus der Vergangenheit. Zweitens ist Chin (eine andere Schreibweise von Qin) nicht der Name des Protagonisten, sondern der dynastische Name des Ersten Kaisers. Nun ja. Demnächst auf DVD und Blu-Ray: Robin-Hood-Verfilmung mit dem Titel »Prinz John, der edle Bandit von Nottingham«.

* Tatsächlich sandte der historische Shi Huangdi eine solche Expedition aus, deren Mitglieder in dem sicheren Wissen, dass sie im Falle eines Misserfolgs die sofortige Hinrichtung erwartete, einfach nicht wieder zurück kehrten.
** In Deutschland bekannt durch ihren Roman Lebewohl, meine Konkubine, der von Chen Kaige verfilmt wurde.

Sonntag, 29. Dezember 2019

Xin – Die Kriegerin (2009)

Englischer Titel: Tracing Shadow · Regie: Marco Mak, Francis Ng · Drehbuch: Shao Jingming, Wei Heijun, Xing Hetao · Musik: Liu Le · Kamera: Gwong Ting-woh · Schnitt: Angie Lam.

Chang Gong (Francis Ng), der anerkannte Großmeister der Schwertkunst, ist des Kämpfens müde. Er verliert absichtlich ein Duell gegen seinen Rivalen, den mandschurischen Kriegsherrn Nalan, um fortan ein zurückgezogenes Leben zu führen. Sein Weg führt ihn zunächst nach Beijing. Dort wird er Zeuge, wie drei Diebe in die Verbotene Stadt eindringen. Sie sind hinter einer Karte her, die den Weg zum Versteck des Schatzes der Ming-Kaiser zeigt. Chang Gong lernt auch die schöne Ninja Xin (Pace Wu) kennen, die es ebenfalls auf die Karte abgesehen hat. Xin wird aber nicht von Goldgier getrieben, sondern will mit Hilfe des Schatzes die Unabhängigkeit ihres Heimatlandes gegenüber Japan und den Ming-Kaisern sichern.*

Chang Gong vereitelt die Pläne beider, indem er ihnen die Karte abnimmt  und weit in den Norden schleudert. Sie landet in einer Klosterruine, wo sie von einem Reisenden gefunden wird. Der Reisende beschließt, die Ruine als Immobilie zu entwickeln. Da sie an der Seidenstraße liegt, bildet sich an ihrer Stelle eine Stadt.

Fünf Jahre später betreiben Xin und Chang Gong, mittlerweile verheiratet, in der Stadt an der Seidenstraße ein Restaurant. Sie haben die Waise Xiaowei (Xie Na) adoptiert, die im Restaurant kellnert. Leider läuft das Geschäft nicht sehr gut, denn Xiaowei ist Analphabetin und kann die Speisekarte nicht lesen. So werden immer nur zwei Gerichte serviert – es gibt entweder Sushi oder Nudeln mit Schweinefleisch.

Auch die drei Diebe Jackie, Jet und Andy (der Witz besteht darin, dass ihre Darsteller Jackie Chan, Jet Li und Andy Lau wie aus dem Gesicht geschnitten sind) haben sich in der Stadt niedergelassen. Getarnt als Ladenbesitzer wohnen sie direkt gegenüber vom Restaurant.

Sowohl Xin als auch Jackie, Jet und Andy suchen weiterhin nach der Karte. Natürlich weiß niemand, wo in der Stadt sie sich befindet. Als sich aber aufgrund des depperten Bürgermeisters (Hao Dang) Gerüchte über den Schatz verbreiten, strömen aus allen Richtungen Diebe, Abenteurer und Krieger in die Stadt, darunter auch Chang Gongs alter Konkurrent Nalan ...

Xin – Die Kriegerin hat etwas von einem Anachronismus, denn in Francis Ngs und Marco Maks Film ist wenig von der elegischen Atmosphäre zu spüren, die in den letzten 20 Jahren das Wuxia-Kino prägte. Statt dessen gibt es wie noch in den Achtzigern jede Menge Blödeleien, Anspielungen auf den Hongkong-Kulturbetrieb und natürlich Pipi-Humor. Einzig die Kampfszenen sind durchaus ernsthaft und ohne komödiantische Einlagen gestaltet.

Als weiteres klassisches Element gibt es eine Liebesgeschichte vom Typ »Die Schöne und der Student«. Jaycee Chan spielt den Sohn des Reisenden, der die Karte fand und zum Stadtgründer wurde. Nach dem Tod des Vaters muss der eitle, aber gutmütige Sohnemann sein Studium abbrechen und fortan von den Geschäftsleuten der Stadt die Pacht eintreiben. Darauf hat er eigentlich gar keine Lust, interessiert sich aber sehr für Xiaowei. Die wiederum entspricht wenig der klassischen Schönen des chinesischen Kinos, sondern ist eine flirtende und fluchende Göre im Proto-Punk-Outfit.

Im Großen und Ganzen halte den Film für eine gelungene Aktualisierung der alten Wuxia-Komödie. Hier und da trägt er natürlich zu dick auf. Die Szene, in der Xin und Chang Gong sich kennen lernen (in Musikvideo-Ästhetik gehalten), ist Geschmackssache. Tatsächlich amüant sind die Doubles der drei Superstars Chan, Li und Lau. Die Tatsache, dass mit Jaycee Chan der Sohn des echten Jackie Chan mitspielt, sorgt für zusätzliche Komik. Ein Sprung über den Hai allerdings ist es, als der Film dann gegen Ende der Versuchung nicht widerstehen kann, weitere Doubles einzuführen.

Das alles ist ziemlich uneinheitlich. Verzichtbarer Klamauk neben gelungenem Humor. Francis Ng als knurriger Kampfkunst-Veteran und Xie Na als rotzige Adoptivtochter neben schlechten CGI-Effekten. Aber ich vermute, wer erwartet, dass alles aus einem Guss ist, schaut ohnehin keine Hongkong-Filme.

* Leider erklärt der Film nicht, wie und warum Xin, die ja nicht als Japanerin eingeführt wird, zur Ninja wurde.

Samstag, 7. Dezember 2019

Frankenstein und die Monster aus dem All (1968)

[Godzilla: King of the Monsters habe einen dämlichen Plot, heißt es. Ja, was ist denn los mit der Jugend von heute? Dämliche Plots gehören zu Godzilla wie Käse auf die Pizza. Zu Dokumentationszwecken gebe ich nach und nach den Plot möglichst aller Godzilla-Filme wieder. Warum? Weil ich es kann. Und weil die Verästelungen der Godzilla-Saga einfach Spaß machen.]

Produktion: Toho Pictures
Ära: Showa
Regie: Ishiro Honda
Drehbuch: Ishiro Honda, Kaoru Mabuchi
Musik: Akira Ifukube

Im Jahr 1999 unterhält das United Nations Science Committee (UNSC) nicht nur eine Basis auf dem Mond, sondern hat es auch geschafft, die Mehrzahl der Kaiju der Erde in Monsterland, einem Reservat auf einer Pazifikinsel, zu versammeln. Dort stehen sie unter strenger Beobachtung eines Teams, das von Dr. Otani geleitet wird. Doch plötzlich häufen sich mysteriöse Ereignisse. Auf dem Mond wird ein UFO gesichtet. Und die Kommunikation mit Dr. Otanis Team bricht ab.

Als Rodan am Himmel über Moskau erscheint, Gorosaurus den Arc de Triomphe in Paris zerstört, Mothra in Beijing wütet und Godzilla in der Bucht von New York auftaucht, ist klar, dass in Monsterland eine Katastrophe geschehen sein muss. Dr. Yoshida vom UNSC schickt ein auf dem Mond stationiertes Raumschiff zu der Insel, um die Lage zu checken. Kapitän Yamabe, der Kommandant des Raumschiffs, findet auf der Insel Dr. Otani und seine Mitarbeiterin Kyoko vor, die einen reichlich gehirngewaschenen Eindruck machen. Sie stehen unter der Kontrolle einer Frau, die sich als Anführerin der Aliens von Kilaak vorstellt, einem zwischen Mars und Jupiter lokalisierten Planetoiden. Yamabe erfährt, dass die Kaijus von den Aliens ferngesteuert werden.

Es gelingt Yamabe und seiner Crew, Dr. Otani zu überwältigen und mit nach Japan zu nehmen. Eine Einheit der Selbstverteidigungsstreitkräfte, die kurze Zeit später in Monsterland eintrifft, erklärt die Insel für völlig verlassen. In Japan begeht Otani während einer Befragung Selbstmord. Die Obduktion ergibt, dass der Doc mittels eines unter der Haut angebrachten Empfängers von den Kilaak-Aliens ferngesteuert wurde.

Die Frage ist nun, von wo aus die Aliens (da sie sich nicht mehr in Monsterland befinden) die Kaijus steuern. Während Rodan, Godzilla, Manda und Mothra simultan Tokio angreifen, erscheint Kyoko beim UNSC und übermittelt eine Botschaft der Kilaak-Aliens: Sie fordern die Unterwerfung der Menschheit. Yamabe stürzt sich auf Kyoko und entreißt ihr die Kilaak-Empfänger, die in ihren Ohrringen verborgen sind. Als Kyoko mit Fragen nach der Operationsbasis der Aliens bestürmt wird, muss sie passen: Die Zeit, in der sie unter dem Einfluss der Außerirdischen stand, ist aus ihrem Gedächtnis gelöscht.

Da wird erneut ein UFO gesichtet. Diesmal bewegt es sich auf den Fuji zu. Eine Streitmacht von Panzern und Hubschraubern wird in Richtung des Berges in Bewegung gesetzt. In Edo kommt es zu einer Materialschlacht gegen Godzilla, Anguirus und Rodan. Bald wird der Eingang zu einem Höhlensystem zu Füßen des Berges gefunden, in dem die Aliens sich häuslich niederlassen wollen. Unterdessen findet das UNSC heraus, dass die Signale, die die Kaijus kontrollieren, vom Mond aus gesendet wurden.

Kapitän Yamabe und seine Crew entdecken die Ausgangsbasis der Kilaak-Aliens im Cassini-Krater auf dem Mond. Sie zerstören die Anlage und schalten auch die Maschinerie aus, die Signale an die Monster auf der Erde sendet. Die erbosten Monster versammeln sich am Fuji, um es den in den Höhlen verbliebenen Aliens heimzuzahlen. Doch die Außerirdischen haben noch ein paar Asse im Ärmel. Monster von der Erde stehen nicht mehr unter ihrem Einfluss – Monster aus dem Weltraum dagegen schon.

Die Aliens schicken zunächst King Ghidorah ins Gefecht, der aber von Godzilla,  Rodan,  Anguirus, Mothra, Gorosaurus, Kumonga und Minilla in einer Gemeinschaftsaktion in Grund und Boden getrampelt wird. Dann demoliert Godzilla das Höhlenversteck der Außerirdischen. Die letzten Aliens geben noch immer nicht auf und kündigen den Angriff eines weiteren Monsters an, das sie den Feuerdrachen nennen. Tatsächlich erscheint dieser an Himmel und verletzt zunächst Rodan schwer, um dann Tokio zu bedrohen. Aber von Yamabes Raumschiff ausmanövriert, vollführt der Feuerdrache eine Bruchlandung. Es zeigt sich, dass er gar kein echtes Monster ist, sondern nur ein flammensprühendes Kilaak-UFO.

Am Ende kehren Godzilla & Co. friedlich nach Monsterland zurück.

Foto-Disclaimer

Das Foto im Blog-Header wurde freundlicherweise von Sandra Rugina zur Verfügung gestellt. Es zeigt den Bâlea-See in den rumänischen Karpaten. Alle Rechte liegen bei der Autorin.