The Ocean at the End of the Lane is a novel of childhood and memory. It’s a story of magic, about the power of stories and how we face the darkness inside each of us. It’s about fear, and love, and death, and families. But, fundamentally, I hope, at its heart, it’s a novel about survival.Zu diesem Anlass frage ich mich, was eigentlich aus dem von Gaiman angekündigten dritten Götterweltroman geworden ist? Aus irgendeinem Grund hatte ich erwartet, dass das Gaimans nächster großer Roman für Erwachsene nach Anansi Boys werden würde, dessen Veröffentlichung ja nunmehr sieben Jahre zurückliegt. Diese Vermutung hat sich also nicht bestätigt. Gaimans Ankündigung eines weiteren Götterweltromans stand im Zusammenhang mit der von HBO geplanten American-Gods-Fernsehserie, und vor anderthalb Wochen enthüllte Gaiman, dass er gegenwärtig an der Pilotfolge der Serie arbeitet (was eigentlich nichts anderes bedeuten kann, als dass er das Drehbuch schreibt). Ich hoffe ja, dass es mit der Götterwelt in Romanform weitergeht, ob die TV-Serie nun realisiert wird oder nicht. Und obwohl ich es nicht gerade für eine begrüßenswerte Entwicklung halte, wenn die Gestaltung von Romanen abhängig wird vom Erfolg und den Möglichkeiten einer Fernsehserie, traue ich Gaiman doch zu, dass er in dieser Hinsicht keinen Mist macht. Wie man auf Grundlage einer TV-Produktion einen schönen Roman basteln kann, hat er mit Neverwhere gezeigt.
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Freitag, 7. Dezember 2012
Götterspeise
Mittlerweile wissen wir, dass Neil Gaimans nächster Roman The Ocean at the End of the Lane heißen wird. Gaiman darüber:
Freitag, 22. Juli 2011
American Gods, die Fernsehserie und so weiter
Hier nun auch die handlich zusammengestellten Infos zur geplanten American-Gods-Fernsehserie von HBO, und was es in dem Zusammenhang sonst noch zu sagen gibt.
Neil Gaiman arbeitet gemeinsam mit HBO an einer Serie, die auf der sogenannten ›Götterwelt‹ des britischen Autors basiert, die wir aus bislang zwei Romanen (American Gods und Anansi Boys) und einer Novelle (»The Monarch of the Glen«) kennen. Die Serie soll Gaimans Vorstellungen zufolge den Zuschauer_innen die Möglichkeit bieten, die Götterwelt auf vertiefte Weise zu erkunden. Die erste Staffel wird demgemäß die Handlung von American Gods abdecken, heißt es, jedoch mit einigen Überraschungen auch für diejenigen, die den Roman bereits kennen. HBO erhofft sich von der Serie anscheinend, nach dem Erfolg von True Blood und Game of Thrones fantasymäßig am Ball bleiben zu können.
Zudem plant Gaiman, ein Sequel zu American Gods zu veröffentlichen. Darin soll ein Aspekt der Götterwelt beleuchtet werden, der bislang unterbelichtet blieb: Erblickt man die Dinge im ersten Band vor allem aus der Perspektive der abgehalfterten alten, immigrierten Gottheiten, soll es in der Fortsetzung verstärkt um den neuen, technologischen Pantheon gehen, der Nordamerika beherrscht und den traditionellen Gottheiten den Rang abläuft. Bekannt gegeben hat der Autor bereits, dass ein Social-Network-Gott darin auftauchen wird.* Außerdem will Gaiman erzählen, wie es Shadow nach den Ereignissen in American Gods ergeht. Anderes Setting, gleicher Protagonist – da ist nicht schwer zu erraten, dass Gaiman dieses Sequel mit Blick auf mögliche weitere Staffeln der Fernsehserie schreibt. Für Anansi Boys ist eine separate Mini-Serie angedacht. Wir erinnern uns: Anansi Boys wurde (vor American Gods) als erster Roman der Götterwelt geschrieben, aber als zweiter veröffentlicht und ist als Prequel anzusehen. Alle Klarheiten beseitigt?
Zu der Frage, ob der Stoff der Novelle »The Monarch of the Glen« in irgendeiner Form in die Serie eingehen soll, habe ich keine Informationen gefunden. Die Novelle wurde von Gaiman für die Anthologie Legends II verfasst, schließt zeitlich an American Gods an und hat wiederum Shadow zum Protagonisten.
Geplant ist außerdem eine Jubiläumsedition von American Gods, welche mit umfangreicheren Kapiteln, Essays und Interviews um ca. 10.000 Wörter länger sein soll als die 2001 erschienene Fassung. Ich persönlich, als Fernsehserienverächter, finde diese Neuauflage und das Sequel ja weitaus interessantere Aussichten als die HBO-Produktion. Wer es anders sieht und über die TV-Serie diskutieren mag, kann dies z.B. hier tun.
* In American Gods spielen am Rande ja bereits die Göttinnen und Götter der Eisenbahn, der Automobilindustrie, des Fernsehens und der New Economy eine Rolle.
Neil Gaiman arbeitet gemeinsam mit HBO an einer Serie, die auf der sogenannten ›Götterwelt‹ des britischen Autors basiert, die wir aus bislang zwei Romanen (American Gods und Anansi Boys) und einer Novelle (»The Monarch of the Glen«) kennen. Die Serie soll Gaimans Vorstellungen zufolge den Zuschauer_innen die Möglichkeit bieten, die Götterwelt auf vertiefte Weise zu erkunden. Die erste Staffel wird demgemäß die Handlung von American Gods abdecken, heißt es, jedoch mit einigen Überraschungen auch für diejenigen, die den Roman bereits kennen. HBO erhofft sich von der Serie anscheinend, nach dem Erfolg von True Blood und Game of Thrones fantasymäßig am Ball bleiben zu können.
Zudem plant Gaiman, ein Sequel zu American Gods zu veröffentlichen. Darin soll ein Aspekt der Götterwelt beleuchtet werden, der bislang unterbelichtet blieb: Erblickt man die Dinge im ersten Band vor allem aus der Perspektive der abgehalfterten alten, immigrierten Gottheiten, soll es in der Fortsetzung verstärkt um den neuen, technologischen Pantheon gehen, der Nordamerika beherrscht und den traditionellen Gottheiten den Rang abläuft. Bekannt gegeben hat der Autor bereits, dass ein Social-Network-Gott darin auftauchen wird.* Außerdem will Gaiman erzählen, wie es Shadow nach den Ereignissen in American Gods ergeht. Anderes Setting, gleicher Protagonist – da ist nicht schwer zu erraten, dass Gaiman dieses Sequel mit Blick auf mögliche weitere Staffeln der Fernsehserie schreibt. Für Anansi Boys ist eine separate Mini-Serie angedacht. Wir erinnern uns: Anansi Boys wurde (vor American Gods) als erster Roman der Götterwelt geschrieben, aber als zweiter veröffentlicht und ist als Prequel anzusehen. Alle Klarheiten beseitigt?
Zu der Frage, ob der Stoff der Novelle »The Monarch of the Glen« in irgendeiner Form in die Serie eingehen soll, habe ich keine Informationen gefunden. Die Novelle wurde von Gaiman für die Anthologie Legends II verfasst, schließt zeitlich an American Gods an und hat wiederum Shadow zum Protagonisten.
Geplant ist außerdem eine Jubiläumsedition von American Gods, welche mit umfangreicheren Kapiteln, Essays und Interviews um ca. 10.000 Wörter länger sein soll als die 2001 erschienene Fassung. Ich persönlich, als Fernsehserienverächter, finde diese Neuauflage und das Sequel ja weitaus interessantere Aussichten als die HBO-Produktion. Wer es anders sieht und über die TV-Serie diskutieren mag, kann dies z.B. hier tun.
* In American Gods spielen am Rande ja bereits die Göttinnen und Götter der Eisenbahn, der Automobilindustrie, des Fernsehens und der New Economy eine Rolle.
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Foto-Disclaimer
Das Foto im Blog-Header wurde freundlicherweise von Sandra Rugina zur Verfügung gestellt. Es zeigt den Bâlea-See in den rumänischen Karpaten. Alle Rechte liegen bei der Autorin.