Donnerstag, 9. August 2012

Neuzugänge

  • Hans Bemmann, Die beschädigte Göttin
  • A.S. Byatt, The Children’s Book
  • Gabriel García Márquez (Hg.), Dieselbe Geschichte, nur anders
  • Alan Garner, Strandläufer
  • Elizabeth Goudge, Das kleine weiße Pferd
  • Shirley Jackson, Wir haben schon immer im Schloß gelebt
  • Stephen King, Die Augen des Drachen
  • Ders., Langoliers 
  • Doris Lessing, Shikasta
  • George MacDonald, Lilith
  • Carson McCullers, Das Herz ist ein einsamer Jäger
  • Otfried Preußler, Hotzenplotz-Trilogie
    Die kolorierte Neuausgabe im Schuber!
  • Norman Spinrad, Der stählerne Traum
  • Rosemary Sutcliff, The Eagle of the Ninth
  • Virginia Woolf, Orlando

Kommentare:

Raskolnik hat gesagt…

Oh ja, der "Stählerne Traum" ... in seiner Art ein geniales Buch, finde ich. Allerdings bereitet es wirklich kein Vergnügen, sich über mehr als zweihundert Seiten durch eine wirklich widerwärtige und in einem absichtlich miesen Stil geschriebene Geschichte zu kämpfen ...

"Orlando" hingegen ... Ach, ich müsste endlich mal wieder was von Virginia Woolf lesen ...

Und der "Adler der Neunten" würde mich ja schon auch mal interessieren.

Viel Vergnügen jedenfalls!

Anubis hat gesagt…

Ich habe im Spinrad bisher immer nur auszugsweise geblättert und mir jetzt erst ein eigenes Exemplar besorgt. Ob ich durchkommen werde, weiß ich selber noch nicht ...

Rosemary Sutcliffs Robin-Hood-Nacherzählung war eins meiner Lieblingsbücher als Kind, aber leider auch eins, dass ich als Erwachsener nicht mehr genießen konnte. Deshalb will es jetzt mal mit The Eagle of the Ninth versuchen – auch, weil ich die Verfilmung als einen der besten Historienfilme der letzten Jahre empfunden habe. Wenn es mit The Eagle nichts wird, probiere ich es vielleicht irgendwann noch mal mit Sword of Sunset, bevor ich es aufgebe, Kindheitsleseerlebnisse wieder zum Leben zu erwecken. ^^

Raskolnik hat gesagt…

Wenn ich an meine eigene Erfahrung mit 'Adolf Hitlers Science-Fantasy-Bestseller' denke, bin ich schon der Meinung, dass sich die Mühe gelohnt hat. Schau halt mal.
Und apropos Kindheitserlebnisse: Den "Hotzenplotz" hätte ich jetzt wirklich gerne bei der Hand.

JL hat gesagt…

"Die Augen des Drachen" und "Lilith" habe ich beide in recht jungen Jahren gelesen und auf ihre Weise gemocht. Für "Lilith" war ich aber zu jung. Ich mochte den Anfang, sehr sogar, konnte mit den religiösen Bezügen aber herzlich wenig anfangen. Trotzdem tolles Buch, IMO.

Um Spinrad schleiche ich auch schon seit Jahren ...

gero hat gesagt…

Das ist schon ulkig, aber jedes Mal, wenn du eine Liste mit deinen Neuerwerbungen postest, fühle ich mich irgendwie alt. Was daran liegt, dass du häufig ältere Bücher auflistest, die schon lange (fast) alle bei mir rumstehen & von denen ich schon vor Jahren etliche gelesen habe. Je, nu ...

Immerhin ist dieses Mal mit Shirley Jacksons "Wir haben schon immer im Schloss gelebt" eins meiner Lieblingsbücher dabei. ;)

Sutcliffs "Adler der Neunten Legion" habe ich als Erwachsener nochmal gelesen - das ist allerdings auch schon wieder etliche Jahre her -, und es hat mir immer noch gefallen (vor allem, weil mMn einerseits das Setting sehr atmosphärisch und glaubhaft rüberkommt und andererseits die Beziehung der Hauptfiguren bzw. die Veränderung derselben glaubwürdig dargestellt wird). Von daher bin ich gespannt, wie du es findest, wenn du es nochmal liest. (Die Verfilmung entfernt sich übrigens in vielerlei Hinsicht deutlich vom Buch, war aber - wenn man denn mal den Sprung geschafft und sich ein "nach Motiven von" zwischen die Ohren geschrieben hatte - deutlich besser als ich in Anbetracht der Werkferne erwartet hatte.)

Spinrads "Stählerner Traum" hingegen hat mich nur genervt. Das war schon kein Holzhammer mehr, das war ein Vorschlaghammer, und irgendwie nervt mich dieser Ansatz von wegen "ich zeige euch jetzt mal, wie faschistoid der Kram ist, den ihr da lest, indem ich alles noch ein bisschen überzeichne - aber da ich das ja in aufklärerischer Absicht mache, ist es bei mir nicht schlimm, wenn Blut spritzt und Gedärme fliegen, denn ich bin ja im Gegensatz zu den anderen kein Fascho". Das könnte daran liegen, dass ich ein paar Jahre in einem Zeitschriftenverlag gearbeitet habe, in dem man - in anderen Bereichen, etwa wenn es um die europäischen Königshäuser ging - mit genau der gleichen Methode gearbeitet hat: Wir bringen ein Bild von der barbusigen Caroline von Monaco - aber nur, um unseren Lesern zu zeigen, warum und wie berechtigt sich Fürst Rainier aufgeregt hat, dass die YXZ oder der ABC solche Bilder gebracht haben.

Anyway, lies den Spinrad - letztlich sollte sich jede/r selbst ein Urteil bilden.

Reitersmann hat gesagt…

Haste sicher recht, Gerd. Ich empfand es allerdings immer so, dass der gute Norm sich da irgendwas zu seiner Zeit Relevantes reingepfiffen hatte, um mal ein bisschen enthemmt vom Leder ziehen zu können. Danach dann, nüchtern und clean, schaute er sich den Quark an und baute die „intellektuelle“ Klammer drumherum, um die Sache zu veredeln und überhaupt absetzbar zu machen. Und um sich am Nestbeschmutzer-Image zu erfreuen. Der Mittelteil, der mit den Drogen im Kopp und den Nazis im Sinn, geriet aber dennoch schlichtweg zu lang und ausführlich. Ich fand nie, dass das sooo bewusst angefertigt war, eher eine Art barbarischer Pulp-Bewusstseinsstrom, ein Anti-Aldiss.
Ich mag ihn sehr, den guten Norm, natürlich gerade wegen seiner notorischen Robustheiten. Ich muss dringend mal nach „Die Bruderschaft des Schmerzes“ (indiziert!) greifen, liegt hier irgendwo herum, aber es ist der einzige, dessen Lektüre noch aussteht.

Anubis hat gesagt…

@Raskolnik:

Ist eigentlich zu teuer für mich, die Hotzenplotz-Neuausgabe, aber irgendwie brauchte ich das gerade.

@JL:

Ist bei mir auch schon ein paar Jahre her, dass ich Lilith gelesen habe. Mir war der Roman etwas zu sehr mit Allegorie beschwert. Ich will ihn aber trotzdem noch mal anlesen, weil ich seinen theologischen Gehalt heute wahrscheinlich besser beurteilen kann als damals. Die Augen des Drachen ist die letzte von Kings High Fantasies, die ich noch nicht gelesen habe. Mal sehen ...

@gero:

Vielleicht sollte ich jetzt schreiben, dass ich mich beim Auffinden solcher Bücher immer wie ein Kind fühle ... :D Ich neige wohl immer stärker dazu, Bücher im Antiquariat zu kaufen und Neuerscheinungen eher zu leihen.

Bezüglich Spinrad:

Ich habe zwischenzeitlich immer mal wieder ein paar Seiten daraus gelesen und bin bei etwa 120 Seiten angelangt. Bis jetzt taugt es meinem Empfinden nach als Satire auf den Faschismus und nicht so sehr als SFF-Kritik. Spinrad bearbeitet eher Nazimythen als genretypischen Heroismus, so jedenfalls mein vorläufiger Eindruck.

Foto-Disclaimer

Das Foto im Blog-Header wurde freundlicherweise von Sandra Rugina zur Verfügung gestellt. Es zeigt den Bâlea-See in den rumänischen Karpaten. Alle Rechte liegen bei der Autorin.