Freitag, 27. Januar 2012

Lasst uns ashten

Na ja, von ei­nem Hilfs­blog­ger, der mit sei­nem Le­ben nichts an­fan­gen kann und au­ßer Harry Pot­ter noch nichts ge­le­sen hat, darf man nichts an­de­res er­war­ten als eine solch’ un­qua­li­fi­zierte Pseudo-Rezi.

Au­ßer­dem werde ich Anubis von der Web­seite Lake Hermanstadt (im Fol­gen­den auch »an­onym« ge­nannt) durch mei­nen Be­wäh­rungs­hel­fer ahn­den las­sen, denn mir sieht diese Web­seite reich­lich su­spekt aus, so als sei sie ge­gen Be­zah­lung dar­auf aus­ge­legt, die UFO-Verschwörung zu ver­tu­schen. Au­ßer­dem ver­stößt die Re­zen­sion ge­gen mein über­stei­ger­tes Selbst­wert­ge­fühl.

Es kann schließ­lich nicht an­ge­hen, dass je­der im Netz ein­fach so an­onym seine Mei­nung äußert und da­mit Ver­lage in den Ruin treibt, weil man seine Puf­frech­nung nicht mehr zah­len kann. Der Ar­ti­kel 5 des Grund­ge­set­zes zur Mei­nungs­frei­heit ist hier oh­ne­hin nicht an­wend­bar, da das Grund­ge­setz für Au­to­ren mit eng­li­schen Na­men so­wie mi­kro­sko­pi­sche Ver­lage oh­ne­hin nicht bin­dend ist.

Zu­dem gibt Ih­nen Ar­ti­kel 5 des Grund­ge­set­zes noch lange nicht das Recht, Wirt­schafts­kri­mi­na­li­tät zu be­trei­ben, in­dem Sie will­kür­lich den Ver­kauf ei­nes Pro­duk­tes defibrillieren und zu­dem noch nicht ein­mal Grenzwissenschaften und Parapsychologie stu­diert ha­ben.

Au­ßer­dem ha­ben Sie den »fan­tas­ti­schen Aben­teu­er­ro­man« Quaak-Pryx, die UFOs und der Gotengral fälsch­li­cher­weise in das Genre Fan­tasy ein­ge­ord­net, da­bei ge­hört er ein­deu­tig zum Genre politische Bildung.

Ich werde den Bör­sen­ver­ein des Deut­schen Buch­han­dels dar­über in­for­mie­ren, dass Sie auf auf Ih­rem Blog Li­te­ra­tur­kri­ti­ken ver­öf­fent­li­chen, ohne über­haupt das Werk ge­le­sen zu ha­ben. Über­le­gen Sie sich, was für Kon­se­quen­zen das al­les für Sie ha­ben wird. Das Recht ist auf mei­ner Seite!

Als Ab­schluß sei mir er­laubt, Ih­nen noch Fol­gen­des mit­zu­tei­len: so je­mand wie Sie ge­hört mal or­dent­lich gepoppt!!11!

Nach Dik­tat ver­reist,
[Name von der Redaktion geschwärzt]

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Epilog

Die Kritik richtet sich nicht nur gegen eine einzige Person. Und diese Person, hat den kriminellen Absatz in ihrem Blog, welch’ alle Welt zum Boykott meiner gehobenen Literatur bewegen sollte, von ihrem Blog gelöscht, bevor irgendjemand ihn auf ihrem Blog sehen konnte. Ich habe nun nämlich, nach sechs Wochen, wieder einmal, in ihren Blog geschaut – und siehe, der gehässige Absatz, welch’, mittels beleid’gender Worte, alle Welt vor meinem Buch retten wollte, urplötzlich verschwunden ist. Aber der war wirklich kriminell. Damit ist, für mich persönlich, dieser Kriegspfad bis zur Leipziger Buchmesse beendet, denn das von mir, auf diesem Kriegspfad, geschleuderte Beil steckt, aus irgendeinem Grund, in meiner Stirn fest.

Bis zum nächsten Mal,
[Name von der Redaktion geschwärzt]

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Die Redaktion dankt Stefan Holzhauer.

Kommentare:

Streetreader hat gesagt…

Haha, danke dafür, endlich mal ein neuer Ansatz! :D

Streetread.wordpress.com

Anubis hat gesagt…

Aber bitte. Und das Beste ist doch: Alle, die wollen, können mitmachen.

Reitersmann hat gesagt…

Ihr wollt mir also in die ausgestreckte Hand spucken? Dabei habe ich mich mit ihrer Hilfe gerade erleichtert und mein Gemächt in Sühne gewaschen. Meine Verlegerin ist studierter Buchfachmann und hat schon in Büchern gemacht, als ihr alle noch Sperma gewesen seid und noch gar nicht lesen könnt … gekonnt hattet. Ich finde alle eure Namen heraus. Hauptberuflich bin ich nämlich Jouranlist. Ich mache die Rätselseite beim Erlanger Zipfelhobel. Dem führenden Fachblatt für Kamasutra-Studien, die man allein machen kann. Ich finde alles herauis. Ich habe schon den Namen des Erlanger Bürgermeisters heraus gefunden und den Mann, dem sein Huond auf den Rasen meiner Verlegerin gekackt hat. Ich bin der Racheengel, meine Rache wird furchtbar sein. Wenn ich eure Namen herausgefunden habe, wird niemand mehr eine Rezensensexemplare geschenkt bekommen. Und das setze ich beim Bösenverein des Deutschen Buchhandels durch. Wenn ich den das nächste Mal treffe. So! Ja! Haha!

Hinterrücks erstochen,
(Name der Redaktion unbekannt)

Reitersmann hat gesagt…

Ihre nachrichtendienstlichen Ermittlungen haben mich aufgescheucht, Mr. 00Asht. Ich habe soeben meine 700-800 wohlgeformten Bloggerinnen entlassen und meinen Standort von der Alpenfestung in die Unterwasserfestung verlegt. Sie werden mich niemals kriegen. Ha!

Mit diabolischem Keckern,
Jan-Rüdiger Blofeld

Anubis hat gesagt…

Who’s the writers’ private dick
That’s a sex machine to all the chicks?
A**T!
Ya damn right!

Who is the man that would risk his neck
For a positive review?
A**T!
Can you dig it?

Who’s the cat that won’t cop out
When there’s laughter all around?
A**T!
Right On!

They say this cat A**t is a bad writer
SHUT YOUR MOUTH!
I’m talkin’ ’bout A**t.
THEN WE CAN DIG IT!

He’s a complicated man
But no one understands him but his woman
JOHN A**T!

(Inspired by »Theme from Shaft«)

Reitersmann hat gesagt…

„Tja, jetzt überlegst du, ob da nun sechs Kommentare raus sind oder nur fünf. Wenn ich ehrlich sein soll, ich habe in der Aufregung selbst nicht mitgezählt. Weißt du, das ist ne Facebook-Gruppe. Die ist außerordentlich gefährlich. Ich brauch bloß zu drücken, und die reißt dir den Arsch ab. Nun frag dich doch mal, ob du ein Glückskind bist. Ist noch ein Kommentar drin? Was denkst du, Blogger?“

Dirty A**t beim Säubern der Gosse.

Anubis hat gesagt…

À propos in die Hand spucken, Erlanger Zipfelhobel, Solo-Kamasutra-Studien und sonstige Handarbeit: American Society of Hand Therapists (A.S.H.T.). Verbirgt sich hinter den harmlos wirkenden Decknamen John A**t, Evil A**t, Dirty A**t etc. etwa The Man from A.S.H.T.?

Reitersmann hat gesagt…

Gefahr aus dem All?

Erlangen. (dpüps) Wie der „Erlanger Zipfelhobel“ berichtet, ist der örtliche Heimatdichter und gehobene Literat John A**t mit einer selbstgebauten Rakete und einem Raumgleiter, dem sogenannten „A**t-Raker“, von seinem Grundstück gestartet und in den Erdorbit eingeschwenkt. Ein Walforscher, der vor Kapstadt (Südafrika) Meeressäuger beobachtet, berichtet, seine empfindlichen Mikrophone hätten ein offenbar mit Megaphon übermitteltes Communiqué aus dem Orbit empfangen. A**t behauptet darin, er verfüge über einen mutierten Stamm besonders aggressiver Papierläuse und werde sie bald in hitzeresistenten DHL-Paketen „auf den Planeten schmeißen“. Ziel sei es, „alle Literatur und alle Pseudonyme auffressen zu lassen“. Er selbst werde dann herniedersteigen und das erste Leseexemplar seines neuen Roman „Der Grottenkarl“, das sicher in Zellophanfolie eingewickelt sei, vor dem Deutschen Bundestag an Marcel Reich-Ranicki überreichen. Es sei dann das einzige Exemplar gehobener Literatur auf der Welt. Die Mitteilung endet mit den Worten: „Es wird wieder Ordnung in den Himmeln herrschen.“
Der Bundesnachrichtendienst hält das Communiqué für echt. Die ESA in Oberpfaffenhofen hingegen bezweifelt die Angaben. „Wir haben im Raum Erlangen keine Raketenstarts registriert“, so Flugdienstleiter Werner Zündapp.

Anubis hat gesagt…

Der Klimakorrespondent des Zipfelhobels, Außenredaktion Oberpfaffenhofen, meldet unter Berufung auf eine anonyme Quelle im Stratosphären-Observatorium der NASA eine bedenkliche Zunahme von Flatulenzen in den höheren Schichten der Erdatmosphäre. Den Informationen zufolge ist nicht auszuschließen, dass es durch die erhöhten CO2-Werte zu einer Beschleunigung des Klimawandels kommt.

Die Ursache des Phänomens, welches vorläufig als „Orbitalmeteorismus“ bezeichnet wird, ist bislang unbekannt. Das ESA-Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen bittet um die Mithilfe der Bevölkerung. Eine Notfall-Hotline wurde eingerichtet, um Hinweise auf atmosphärische Geruchsbelästigung entgegenzunehmen und zentral sammeln zu können.

Reitersmann hat gesagt…

Vom Himmel gefallen

Erlangen. (dpüps) „Es kam einfach herabgesaust. Völlig lautlos, aber hell wie nur was”, berichtet Etienne Bergengrün, der das Objekt als Erster sah. „Ich konnte gerade noch zur Seite springen. Mann, das war vielleicht ein Brocken!“ Passant Bergengrün, 27, kam mit dem Schrecken davon. Nicht so die Bewohnerin des Hauses, das von „dem Brocken“ getroffen und in Schutt und Asche gelegt wurde. Die Frau, Besitzerin eines weithin unbekannten Kleinverlags, konnte nur noch als Zellmasse aus den Trümmern geborgen, jedoch kurz darauf von Rettungssanitätern reanimiert werden. „Sah schlimm aus“, berichtet Sanitäter Björn Hagelmann. „Uns bot sich ein Bild des Grauens. Fuß verstaucht, blaue Flecken überall, das Haar voller Staub. Ganz schlimm.“ Die Frau befindet sich nun in der Obhut der Heiligen Schwestern vom reinen Blute Jesu und der zwölf apostolischen Geister. Es geht ihr den Umständen entsprechend gut. Sie nimmt wieder feste Nahrung zu sich, kann sich jedoch an Name und Beruf nicht erinnern. „Wir werden sie einfach dabehalten“, sagt Äbtissin Schwester Flanagan. „Sie wird eine von uns.“
Über die genaue Natur des Einschlags herrschte anfangs Verwirrung. „So etwas habe ich auch noch nie gesehen“, meint Ernst Radebrech, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr. „Wir waren gerade bei unserem Dart-Abend, und ich lag in Führung, als der verdammte Alarm losging. Das Objekt kam direkt vom Himmel gefallen und schlug zu wie die Faust des Allmächtigen. Die arme Frau.“
Zur Klärung des Sachverhalts wurden Experten hinzugezogen. Sachverständige des Bundesamtes für Flugsicherheit identifizierten das Objekt als Raketenendstufe. „Die ist weder russisch noch amerikanisch. Chinesisch auch nicht“, sagt Dipl-Ing. Bernd Wasserscheid, „sondern sieht mir eher selbstgemacht aus. Da hat jemand ziemlichen Mist zusammengeschraubt. Die wurde offenbar viel zu früh abgeworfen.”
Inwieweit das Unglück in Zusammenhang steht mit dem angeblichen illegalen Raketenstart des Heimatdichters John A**t tags zuvor und der bedenklichen Zunahme an Flatulenzen in der Erdatmosphäre, versuchen die verantwortlichen Stellen nun zu ermitteln. Die NASA wurde eingeschaltet, ein Shuttle aus dem Museum gerollt und mit Space Marines bemannt.
Neben dem Wohnhaus ging auch das gesamte Lager des weithin unbekannten Kleinverlags in Flammen auf.

Susanne hat gesagt…

Jungs, hört auf, ich muss doch arbeiten! :-))))))

Frederik Weitz hat gesagt…

Hübsch!
Ich habe auch: http://frederikweitz.blogspot.com/2012/01/geologe-du-alte-drecksau.html

Reitersmann hat gesagt…

Als bekanntester Literaturkritiker des Landstrichs und Star-Autor des Informationsblatts der Verbandsgemeinde möchte ich mich kurz in die Diskussion einmischen. Etwas spät, ja, aber die Verbandsgemeinde hatte bis heute keinen Internet-Anschluss. Eben war der Mann von 1&1 endlich da.
Ich spreche aus berufenem Munde, denn die Kriterien, die der Autor A**t an Literaturkritiker anlegt, werden von mir alle erfüllt. Ich habe das Vaterland verteidigt und bin als einer der Letzten aus Königsberg herausgekommen. Ein Bein von mir ist noch da, irgendwo am Stadtrand. Dennoch habe ich später im Reich noch am Volkssturm teilgenommen, auf dem verbliebenen Bein hüpfend. Ich bin im Kern deutsch, mein Blut ist vermischt mit dem stolzer luxemburgischer Adelsgeschlechter, die geholfen haben, den Osten zu kolonisieren und zu christianisieren. Lobet den Herrn! Einer meiner Vorfahren, Kaiser Sigismund, gründete den Drachenorden, weil er gern Fantasy las. Literaturkritik studiert habe ich ebenso, mit „sehr gutem“ Ergebnis. Ich habe ein Dokument der Universität Port-au-Prince vorliegen, welches das beweist. Das Studium wurde als Fernstudium absolviert, da ich wegen des fehlenden Beins (s. Königsberg) nicht sehr mobil bin.
Der Schriftsteller A**t hat vollkommen recht, wenn er einen Kriterienkatalog anlegt, nach dem Literaturkritik zu funktionieren hat. Der eingewanderte Literaturkritiker spricht zumeist gebrochen Deutsch und liest meiner Erfahrung nach ohnehin meistens Illustrierte. Außerdem bleibt er gern unter sich, so wie die Weißrussen hier im Dorf, und mischt sich selten unter die kerndeutsche Bevölkerung. Das Informationsblatt der Verbandsgemeinde erfreut sich nur geringen Zuspruchs bei den Weißrussen hier im Dorf. Meine Erfahrungen in Königsberg belegen außerdem, dass der auswärtige Literaturkritiker schlampig ist beim Waffenreinigen.

Anubis hat gesagt…

Lieber Herr A**t,

Sie erinnern sich vielleicht: Ich bin Ihr Anwalt. Sie haben mich beauftragt, nach den Betreibern von 90 Websites zu fahnden, mit dem Ziel, die Klarnamen, Anschriften und E-Mail-Adressen dieser Personen festzustellen. Es hat sich als erstaunlich einfach herausgestellt, Ihrem Auftrag nachzukommen. Die meisten dieser Websites verfügen über eine Seite, die wahlweise als „Impressum“, „About“ oder „Kontakt“ bezeichnet wird. Haben Sie davon schon mal gehört? Wie dem auch sei, als Anlage übersende ich Ihnen eine Liste mit den gewünschten Daten.

Wenn Sie wieder einmal jemanden zur Internet-Fahndung ausschreiben möchten, wenden Sie sich jederzeit wieder an mich. Ich bearbeite Ihr Problem gern. Gehen Sie nicht zur Polizei, die wird Sie nur abwimmeln oder einen Psychiater hinzuziehen. In der Anlage finden Sie auch die Rechnung für die geleisteten Fahndungsdienste, die sich auf € 15.000,— beläuft.

Bitte überweisen Sie den angegebenen Betrag unverzüglich auf mein Konto (die Daten finden Sie im Briefkopf), statt mich wieder wie nach Ihrem letzten Auftrag mit Druckexemplaren Ihrer Bücher bezahlen zu wollen. Aber da das Lager Ihres Verlags in Flammen aufgegangen ist (wie ich der Lokalpresse entnehme), werden wir diesbezüglich wohl keine Differenzen mehr haben. Wahlweise können Sie das Geld auch in einem Koffer an meine Postfachadrese auf den Virgin Islands schicken. Ich kümmere mich dann darum, dass es von dort jemand abholt.

Vielen Dank für Ihr Vertrauen.

Foto-Disclaimer

Das Foto im Blog-Header wurde freundlicherweise von Sandra Rugina zur Verfügung gestellt. Es zeigt den Bâlea-See in den rumänischen Karpaten. Alle Rechte liegen bei der Autorin.